Eine Stadt – zwei Marken

Wie gelingt es in einer Stadt zwei Medienmarken mit unterschiedlichen Zielgruppen zu positionieren? Diese und viele andere Fragen wurden bei den „Social Media Days“ genauer unter die Lupe genommen.

Calw/Stuttgart – Am ersten Tag der „Social Media Days“ saßen rund 40 begeisterte Zuhörer in der SRH Hochschule Calw im Vortrag von Rebecca Hanke, der Leiterin für Digital Social Media von den Stuttgarter Nachrichten und der Stuttgarter Zeitung. Hier erzählte sie, welche Herausforderungen es mit sich bringt, zwei Marken unter einer Redaktion zu führen, und wie es ihnen gelingt, rund 600.000 Leser in Stuttgart zu erreichen.

Unterschiedlicher könnten sie nicht sein

Seit April 2016 arbeiten sie im selben Pressehaus, doch inhaltlich müssen die Redakteure der beiden großen Stuttgarter Tageszeitungen sehr unterschiedliche Anforderungen erfüllen. Während ihres Vortrages ging Rebecca Hanke auf die unterschiedlich thematischen Schwerpunkte ein. Wohingegen die Stuttgarter Zeitung thematisch aus Stuttgart heraus berichtet, setzen die Stuttgarter Nachrichten eher auf die Verankerung innerhalb Stuttgarts. Hier werden z. B. auch Polizeiberichte veröffentlicht. Die Stuttgarter Zeitung hingegen berichtet auf der Landesebene und geht auch auf überregionale Themen ein. Auch die Zielgruppe grenzt beide Tageszeitungen deutlich ab. Die Stuttgarter Zeitung hat eine verlässliche Leserschaft und eher ein älteres Publikum, welche das Print-Produkt aber auch online lesen. Die Stuttgarter Nachrichten setzen mehr auf die jüngere und wandelmutigere Zielgruppe, welche sehr nachrichten- und themenorientiert ist. Sie entfernen sich vom Print-Produkt und setzen die Ausrichtung eher online. Laut Aussage von Rebecca Hanke will die Stuttgarter Zeitung trotz der positiven Resonanz des Social Media Auftritts aber weiter an ihrem Print-Produkt festhalten.

Ein Thema – zwei unterschiedliche Zielgruppen

In den Stuttgarter Nachrichten und der Stuttgarter Zeitung wurde vor einiger Zeit über den neuen „VfB-Sweater“ auf Facebook berichtet. Doch wie präsentiert man ein Thema für zwei unterschiedliche Marken? Auf Facebook wurde darüber auf zwei unterschiedliche Weisen berichtet, um es zielgruppengerechter darzustellen. Bei den Stuttgarter Nachrichten wurde das Design aufgezogen. Die Stuttgarter Zeitung hingegen stellten ihn als „Christmas-Sweater-Party“ vor, um so die ironische Leserschaft zu erreichen. So ein Beitrag ist ein Beispiel dafür, dass es auf beiden Plattformen sehr gut funktioniert“, so Rebecca Hanke.

Ein Beitrag von Serena Pardo (MAMM0916). 

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