Die Schönheit des Alltags

Visuelles Storytelling mit Instagram

Andreas Margara stellte bei den Social Media Days 2016 in Calw die Chancen für Unternehmen mit Instagram Storytelling, den Account der Popakademie und das Instameet vor.

Warum die Popakademie Instagram nutzt? Die Zielgruppenrelevanz!

Instagram hat den Schwerpunkt auf visueller Kommunikation und funktioniert deshalb international. Der Ausbau zum Instant Messenger hebt diesen Dienst von Pinterest und Flickr ab. Die Zielgruppe der Popakademie: Studierende, potentielle und auch ehemalige, das komplette Absolventennetzwerk und auch die Gesellschafter der Akademie sind in diesem Netzwerk aktiv, was die Interaktion erleichtert. Deshalb, betont Margara, ist es auch für Unternehmen ein wichtiger Kanal. Durch geschickte Hashtag-Suche findet man Inspiration: Bilder, die nicht nur die Außenansicht zeigen, sondern auch die Seele. In Instagram kann man die Schönheit des Alltags authentisch und menschlich wiedergeben und einer großen Community zeigen. „Die Schönheit des Alltags wird hier beleuchtet“, so Andreas Margara.


Die Popakademie möchte nicht einfach jeden Kanal duplizieren, sondern die Stärke des Netzwerkes nutzen. Der Start war deshalb gut geplant: Ein Instameet!


Der große Vorteil vom Standort Mannheim: Es gibt bereits eine Gruppe, die mit dem #instameetmannheim aktiv ist. Wie organisiert man ein Instameet? Die Seite www.Community.instagram.com zeigt, wo auf der Welt schon Instameets stattgefunden haben und gibt eine Anleitung, selbst eines zu organisieren. Diese werden eingebettet in die Worldwideinstameet.

Startschuss für den Instagram-Account der Popakademie

Zum Start luden die Macher zwei Influencer aus Stuttgart und Frankfurt zu einer Kick-off-Veranstaltung ein. Diese und die ca. 50 weiteren Teilnehmer posteten über 150 Fotos von diesem Tag. Bei einem Instameet sollte immer ein „Sahnebonbon“ angeboten werden. In diesem Fall war dies der Blick hinter die Kulissen der Popakademie und live bei einer Probe von Joris (u.a. bekannt durch den Song „Herz über Kopf„) dabei zu sein. Durch die Vielfalt der Teilnehmer wurde jeder Winkel betrachtet. Ein Nachteil bei Instagram: Es dauert länger als bei Twitter, bis die Beiträge online sind. Teilweise müssen die Bilder erst von Kameras übertragen oder aufwendig bearbeitet werden.

Was nutzt Instagram Unternehmen?

Instagram erhöht die Reichweite wie alle Social Media, die Interaktion ist jedoch stärker. Ein Foto lässt sich schneller auf der eigenen Seite teilen als ein Dokument. Das Image wird positiv beeinflusst, man erschließt neue Zielgruppen, steht als attraktiver Arbeitgeber da und kann sich von der Konkurrenz absetzen. Zudem kann sich die Presse von den Fotos inspirieren lassen.

Margara erwähnt 10 verschiedene Arten des Storytellings auf Instagram. Jede hat ihre eigene Stärke und die einzelnen Arten können auch gemischt werden. „Mitarbeiter zu präsentieren“, wie z.B. ein Foto der neuen Praktikantin, fügt beispielsweise eine persönliche Note dem Business Account zu. Ein Bild der „Wall of Papers“ eines Magazins erzeugt Vorfreude und macht die Arbeit transparenter. Kundennähe kann man durch die Tags #Backstage oder auch #onstage, noch besser mit Live@ bei Konzerten oder auch Konferenzen, herstellen. Mit Hilfe von Influencern Mode zu verkaufen, bezeichnet Margara als kundenzentriertes Storytelling. Ähnlich ist das produktzentrierte Storytelling, bei dem man die Hashtags interessant gestaltet, um möglichst viele Likes zu bekommen. Karikaturen oder Zitate sind eine weitere Möglichkeit und die einfachste ist durch Repostings. Dabei kann man durch das Nutzen von Reposting-Apps bereits gepostete Bilder auf seinem Kanal teilen und Wiedererkennungswert schaffen. Auf die zehnte Möglichkeit ging Margara genauer ein: das Take-over. Dabei wird der Account temporär an eine andere Person abgegeben.

Gerade Studenten, die neu an der Popakademie sind, sehen Eindrücke wie das Lollapalooza Festival, LA und Studioaufnahmen.

Der Instagram Account der Popakademie arbeitet viel mit Takeovers. Der erste Post zeigt üblicherweise den Betreuer des Accounts und eine kurze Einleitung, wie unten zu sehen. Als Hinweis gibt es auch immer einen Post auf Facebook, dort hat die Popakademie mehr als 10.000 Fans. Gerade für diese Hochschule bietet sich diese Art des Storytellings an, da die Studierenden teilweise auf der ganzen Welt unterwegs sind und die Abonnenten mitnehmen können. Ziel ist es, ihnen das Gefühl zu geben, live dabei zu sein und zu zeigen, was man bei einem Studium an der Hochschule alles erleben kann. So lernt man andere Studenten kennen und das Angebot der Popakademie. Die Instagram-Follower erlebten beispielsweise mit, wie Studierende auf ein Festival nach Dänemark gingen und auch wie das International Summercamp ablief. Margara ist selbst immer überrascht, wie vielfältig die Eindrücke sind. Durch die Takeovers bekommt die Seite immer wieder Aufmerksamkeit, auch von anderen. Viele Follower der Privaten Accounts liken die Seite der Popakademie für diese Zeit und manche bleiben auch erhalten.

„Durch Instagram kann eine Organisationen einen viel persönlicheren Charakter bekommen“ – Andreas Margara

Das Risiko, den Account an jemanden ohne Zwischenkontrolle abzugeben, birgt indes Gefahren. Margara weißt darauf hin, dass es in Unternehmen sicher riskanter sei als bei einer Hochschule. Die Popakademie hat zu jeder Zeit noch Zugriff auf den Account und gibt immer einen kleinen Leitfaden an die Person oder Gruppe heraus. Studierende wollen es sich natürlich ungern mit der Hochschule verscherzen, weshalb die Gefahr unangemessene Posts auf der Seite zu haben, eher gering ist. Gleichwohl rät er, immer gut abzuschätzen, wie groß das Risiko und wie das Vertrauensverhältnis zu dieser Person oder Gruppe ist.


Schließlich ging der Pressesprecher der Popakademie, Andreas Margara, vor den etwa 40 Zuhörern in Calw auch noch kurz auf die offiziellen Apps von Instagram ein. Die Vorgabe, mit besonderen Filtern zu arbeiten, wurde über Bord geworfen, da jeder seinen eigenen Stil hat und das Take-over dadurch authentischer wirkt. Mittlerweile hat das Businessprofil der Popakademie weit über 1.000 Abonnenten. Durch die Verknüpfung mit Facebook, so Margara, lässt sich die Werbung auf Facebook genau so auch über Instagram schalten. Auch lässt sich die Altersstruktur der Interaktionen besser aufzeigen. Daher möchte die Popakademie weiter an dieser Art des Storytellings festhalten und stellt weitere spannende Projekte in Aussicht.

Sicherheitshinweis: Bei den Calwer Notizen handelt es sich um ein studentisches Weblog. Falls Ihnen Fehler oder Verstöße auffallen, setzen Sie sich zwecks Behebung bitte mit uns in Verbindung.

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