Leidenschaftliche Digital Natives – das sind mecodia

Wie acht Jungs es geschafft haben, aus einer Leidenschaft einen Selbstläufer zu erschaffen. Ein Interview mit Felix Ebner, einem der Gründer des Startups aus Aichtal.

Wie sind die Idee und das Konzept für eurer Startup entstanden?

Unser achtköpfiges Gründerteam kennt sich schon sehr lange. Zu unseren Schulzeiten haben wir schon gemeinsam Projekte für unsere Mitschüler organisiert – vieles auch im Medienbereich. Dies wollten wir dann auch nach dem Abitur gemeinsam fortführen.

Angefangen hat das mit kleineren Webseitenentwicklungen und Softwareprojekten für Bekannte. Dem folgten dann Medienkompetenz-Projekte für Schüler und Lehrer, für die uns ein ehemaliger Lehrer angefragt hatte. Das lief alles sehr erfolgreich und wir erhielten dann – ohne selbst dafür zu werben – von anderen Schulen, Privatleuten und Unternehmen weitere Anfragen. Irgendwann wurde das so viel, dass wir beschlossen haben, aus diesem anfänglich privaten Projekt ein Unternehmen zu starten. Ende 2010 haben wir dann – schon zu Beginn unseres Studiums – gemeinsam die mecodia GmbH gegründet.

Auf welche Bereiche der Medienbranche habt ihr euch spezialisiert?

Wir wollen mit unserer Arbeit die Möglichkeiten digitaler Technologien und neuer Medien für andere Menschen praktisch und sicher nutzbar machen. Dieses Ziel verfolgen wir auf vielen Wegen.

Zum einen entwickeln wir Software speziell für Bereiche, in denen das digitale Leben bisher noch nicht Einzug gehalten hat. Mit unserer Verwaltungssoftware Feripro beispielsweise helfen wir Städten und Gemeinden die Organisation ihrer Ferienprogramme ganz neu zu denken. Was bisher hauptsächlich auf das Sortieren unzähliger Anmeldezettel hinauslief, erledigt sich in der Software mit einem Klick.

Neben der Programmierung eigener Software sind wir in der direkten Vermittlung von Medienkompetenz aktiv. Mit unserer mecodia Akademie vermitteln wir den sicheren und kompetenten Umgang mit Medien in Schulungen und Vorträgen. Dabei sprechen wir eine breite Zielgruppe an: vom Grundschüler bis zum Manager. Während wir bei Kindern und Jugendlichen den Fokus hauptsächlich auf soziale Medien und pädagogische Aspekte legen, geht es bei Schulungen für Unternehmer auch um knallharte IT-Sicherheit zur Abschirmung vor Cyberkriminellen.

All das wird ergänzt durch Kooperationen, die wir beispielsweise mit Landesmedienanstalten, durchführen. So übernehmen wir unter anderem die redaktionelle Betreuung des Medienkompetenzportal NRW und der Webseite Handysektor.de in deren Auftrag.

Welche Ziele verfolgt ihr mit eurem Startup?

Mit unserer Arbeit wollen wir erreichen, dass die großartigen Entwicklungen, die wir in der digitalen Welt in den letzten Jahren gesehen haben, bei allen Menschen ankommen. Man muss sich heutzutage nur einmal vor Augen führen, wie wichtig allein Smartphones in unserem Alltag geworden sind. Und sich dann vorstellen, dass es vor zehn Jahren Smartphones, wie wir sie heute kennen, noch nicht einmal gegeben hat. Durch neue Technologien können wir unser Leben radikal verbessern, aber nur, wenn wir mit ihnen auch kompetent umgehen können.

„Durch neue Technologien können wir unser Leben radikal verbessern, aber nur, wenn wir mit ihnen auch kompetent umgehen können.“

In welchem Bereich der Medienbranche seht ihr das größte Potential?

Interessante Trends sehen wir vor allem in neuen Technologien, die unseren Alltag verändern. Die Vernetzung unseres gesamten Lebens wird uns mit Sicherheit stärker beeinflussen, als wir es bisher voraussehen können. Auch Virtual und Augmented Reality sind Trends, die unsere Art zu kommunizieren und zu konsumieren ziemlich auf den Kopf stellen werden. Dadurch ergeben sich auch ganz neue Möglichkeiten für die Veröffentlichung von Nachrichten, Filmen, interaktiven Angeboten und natürlich auch für Werbung. Ich glaube gerade die etablierten Unternehmen – auch die Großkonzerne – müssen hier immer bestens informiert sein, um fähig zu sein, diese Trends mitzugestalten statt von ihnen überrollt zu werden.

Basierend auf eurer Erfahrung im Umgang mit Medien, welche Tipps könnt ihr jungen Studenten aus dem Bereich Mediamanagement mit auf den Weg geben?

In unserer Arbeit sehen wir immer wieder, dass es sich lohnt in die Zukunft zu denken. Wer sich beispielsweise schon in den Anfangszeiten von Facebook und Co. auf die Eigenheiten sozialer Medien und daraus entstehende Werbemöglichkeiten konzentriert hat, konnte sich abgrenzen und Karriere machen, bevor sich alle anderen darauf gestürzt haben. Daher kann ich nur empfehlen neue Entwicklungen, seien es Technologien, Medienformate oder anderes, im Blick zu behalten. Alles einigermaßen gut zu können ist ok, aber in einer Sparte Experte zu sein, bringt einen oft weiter. Damit kann man sich auch in der Bewerbung gut von anderen abheben.

Zum Stichwort Bewerbung, gibt es Möglichkeiten euch tatkräftig zu unterstützen?

Wir wollen mit mecodia weiterwachsen und sind immer auf der Suche nach neuen Team-Mitgliedern. Da wir wissen, wie wichtig es ist, schon während des Studiums Erfahrung zu sammeln, bieten wir sowohl Praktika als auch Stellen für Werkstudenten an. Wer eine Stelle als Vollzeitmitarbeiter bei uns sucht, wird aktuell ebenfalls fündig. Wer also gerne mal einen Blick in die Arbeit als Referent unserer mecodia Akademie werfen will, in unserer Redaktion mitarbeiten möchte oder als Software-Entwickler arbeiten will, kann sich auf mecodia.de/jobs weitere Infos einholen oder sich einfach direkt bei uns melden.

Ein Interview von Katrin Mack (MAMM0915)

 

Quellen / Weiterführende Informationen

 

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