Nannen Preis wird in 2016 wieder vergeben

Bekannter Preis mit neuem Konzept: Das Verlagshaus Gruner + Jahr wird nach einjähriger Pause den Nannen Preis wieder verleihen. Das modernisierte Format bringt neben einer neuen Trophäe einige Änderungen mit sich. Künftig soll der Journalismus wieder mehr im Vordergrund stehen.

Das neue Konzept spiegelt sich auch im schlichteren Namen wider. Künftig wird der Henri-Nannen-Preis nur noch Nannen Preis genannt. Außerdem wird der Glamour-Faktor reduziert. Journalistische Leistungen sollen in den Vordergrund gerückt werden, wonach Smoking und pompöse Limousinen fortan der Vergangenheit angehören sollen. Auch die bronzene Büste, die Henri Nannen abbildet, ist passé und wird durch eine neue Trophäe ersetzt. Gastgeber ist das Magazin „Stern“, das die Preisvergabe am 28. April 2016 in Hamburg ausrichtet.

Konkurrenz so groß wie nie zuvor

Die Konkurrenz im Kampf um den begehrten Journalistenpreis war noch nie so groß wie in diesem Jahr. In den neugegründeten sechs Kategorien gingen bei Gruner + Jahr fast tausend Arbeiten ein. Besonders hoch im Kurs steht der Preis für die beste Text-Reportage (Egon Erwin Kisch Preis). Allein in dieser Rubrik muss die Jury rund 400 Einreichungen bewerten. Dabei nehmen viele Arbeiten Bezug zu omnipräsenten Themen, allen voran beschäftigen sie sich mit Flüchtlingen oder der Flüchtlingskrise.

In den übrigen fünf Kategorien wird die beste Foto-Reportage, die beste Web-Reportage, die beste investigative Leistung, die beste Dokumentation und die beste inszenierte Fotografie prämiert. Das Preiskomitee kann für außerordentliche journalistische Arbeiten einen Sonderpreis vergeben. Die Auszeichnung für ein Lebenswerk wird es indes nicht mehr geben.

Zwangspause aufgrund von Sparmaßnahmen

In Deutschland zählt der Nannen Preis zu den renommiertesten Auszeichnungen für Journalisten und wird seit 2005 verliehen. Die Jury setzt sich aus bekannten Journalisten und Medienschaffenden zusammen. Im zurückliegenden Jahr wurde die Verleihung jedoch aufgrund von Sparmaßnahmen bei Gruner + Jahr ausgesetzt. Der Verlag begründete die Aussetzung der Verleihung damit, dass Feierlichkeiten mit rotem Teppich nicht zu den damaligen Entlassungen passen würden.

Mehr Informationen im Video

Impressionen und Interviews der letzten Verleihung des Henri-Nannen-Preises aus dem Jahr 2014 liefert das untenstehende Youtube-Video von Artist TV.

Die Mitglieder der Jury (Text) 2016

  • Klaus Brinkbäumer (Chefredakteur Spiegel)
  • Ulrike Demmer (Leiterin Hauptstadtbüro Redaktionsnetzwerk Deutschland, Madsack-Gruppe)
  • Tina Hassel (Chefredakteurin Fernsehen und Leiterin des ARD-Hauptstadtbüros)
  • Marion Horn (Chefredakteurin Bild am Sonntag)
  • Christian Krug (Chefredakteur stern)
  • Christoph Kucklick (Chefredakteur Geo)
  • Giovanni di Lorenzo (Chefredakteur Die Zeit)
  • Mathias Müller von Blumencron (Chefredakteur Digital FAZ)
  • Annette Ramelsberger (Reporterin SZ)
  • Ulrich Reitz (Chefredakteur Focus)
  • Christoph Schwennicke (Chefredakteur Cicero)
  • Andreas Wolfers (Leiter der Henri-Nannen-Schule und Sprecher der Jury).

Ein Bericht von Christoph Veeser (MAM0914)

Über den Autor:

Christoph Veeser ist 26 Jahre alt und macht zurzeit den Master in Media Management and Public Communication. Nebenbei arbeitet er im Bereich der Unternehmenskommunikation mit dem Schwerpunkt Bewegtbild bei der Robert Bosch GmbH.

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