Pokémon Go führte zu weltweitem Chaos

Straßensperrungen durch ein Augmented Reality Spiel

Pokémon Go war im Sommer 2016 eines der beliebtesten Handyspiele. Welche Auswirkungen es auf die Bewohner verschiedener Länder bei der Veröffentlichung hatte, wird in diesem Beitrag zusammengefasst.

Am 7. Juli 2016 ging das Augmented Reality-Spiel Pokémon Go in den USA, Neuseeland und Australien online, eine Woche später auch in Deutschland und Europa. Durch den permanenten Blick auf das Handy und der Suche nach bekannten Pokémons ereigneten sich in den ersten Wochen zahlreiche Unfälle. N24 betitelte einen Artikel über die App mit :

„Pokémon Go“, das gefährlichste Spiel der Welt?

Bereits Ende Juli gab es 30 Millionen Downloads weltweit. Der Umsatz wird auf 1 Mrd. Dollar geschätzt.

USA – Innerhalb von nur 10 Tagen gab es mehr als 110.000 Autounfälle aufgrund von fahrenden Appnutzern.

Die Produktionsfirma Niantic reagierte darauf. Seit August 2016 muss der Nutzer bestätigen, dass er kein Auto fährt, wenn er sich zu schnell bewegt. Seit Dezember 2016 erscheinen ab einer gewissen Geschwindigkeit auch keine Pokémons mehr.

Zusätzlich gibt es Regelungen in verschiedenen Städten und Bundesstaaten. So müssen Spielebetreiber von Augmented Reality-Spielen nun eine Gebühr zahlen, wenn dadurch öffentliche Parks durch vermehrte Besucher verschmutzt werden.

Seltenes Pokémon führt zu Straßensperre

Asien- In Taiwan waren Menschen so sehr hinter einem äußerst seltenen Pokémon her, dass eine Straße unpassierbar wurde. In China ist das Spielen nicht möglich, da das Spiel auf Google Maps basiert, das nicht erlaubt ist.

Iran – Das Spiel ist „aus Sicherheitsgründen verboten.“ Generell warnten Islam-Gelehrte vor dem Spiel, da es die Evolutionstheorie unterstützt, süchtig machen und zu emotionalen Störungen führen könne.

Deutschland – In Düsseldorf ging es soweit, dass eine Brücke gesperrt und mobile Toiletten aufgestellt werden mussten. Der ÖNV verkaufte besondere Tickets für eine Pokémon-Rundfahrt, um aus dem Hype Gewinn zu schlagen.

Österreich – Ein Fußballverein musste seine Zuschauer daran erinnern nicht über das Feld zu laufen, wenn ein Spiel stattfindet.

Mittlerweile ist der Hype um Pokémon Go abgeklungen, so dass keine neuen Regelungen mehr aufgestellt werden müssen.

Sicherheitshinweis: Bei den Calwer Notizen handelt es sich um ein studentisches Weblog. Falls Ihnen Fehler oder Verstöße auffallen, setzen Sie sich zwecks Behebung bitte mit uns in Verbindung.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*