Virtual Reality – Medium der Zukunft?

Ein Menschheitstraum wird wahr: Du willst zu einem Ort der Erde, des Universums oder deiner Fantasie reisen? Und das auch noch ganz bequem von Zuhause aus? Für wenige Euro kann dein Traum in Erfüllung gehen.

Das Zauberwort heißt Immersion, wenn es um Virtual Reality geht. Der Begriff beschreibt den Zustand, wenn sich die Wahrnehmung in der realen Welt vermindert und in der virtuellen Welt steigert. Also je besser eine virtuelle Realität umgesetzt ist, desto einfacher wird es für den Nutzer, in diese Welt einzutauchen und die reale Welt um sich herum zu vergessen. Mit Hilfe einer Virtual-Reality-Brille kann der Nutzer einerseits passiv 360°-Filme schauen, anderseits aber auch einen aktiven Part in Apps und Games einnehmen und in der virtuellen Welt interagieren.

Einige wissen es vielleicht nicht, aber Virtual Reality ist eigentlich ein alter Hut. Der erste Hype um die virtuelle Realität, war bereits in den 90er Jahren. Damals wurde VR als die nächste große Sache gefeiert und sollte den Umgang mit Computern grundlegend verändern – das hat leider nicht geklappt! Aus heutiger Sicht ist das offensichtlich: Die Technologie hatte zwar das Potenzial, war jedoch noch nicht ausgereift. Die Geräte waren zu groß, zu umständlich und für viele einfach unbezahlbar. Die Spielhallenbetreiber mussten bis zu 75.000 US-Dollar für einen VR-Spielautomaten hinlegen. Zum Vergleich: Ein ganz normaler Spielautomat kostete damals rund 5.000 US-Dollar. Dementsprechend teuer wurde das VR-Erlebnis dann auch an die Endkunden weiterverkauft, die für wenige Minuten Virtual Reality mehr als fünf US-Dollar bezahlen mussten. Doch das allergrößte Problem waren die geringwertigen Inhalte. Außer Spielen, die überwiegend aus Ego-Shootern bestanden, gab es keine profitablen und sinnvollen Anwendungsmöglichkeiten. Das führte dazu, dass VR weitgehend aus dem Markt verschwand und sich nicht bei den Endkunden durchsetzen konnte.

Wir wissen nun, warum sich Virtual Reality in der Vergangenheit nicht durchsetzen konnte. Aber wie sieht es heute aus? Wiederholt sich die Geschichte oder entwickelt sich Virtual Reality vielleicht sogar zum Medium der Zukunft?

Verantwortlich für den aktuellen Hype um Virtual Reality ist Palmer Luckey. Vor fünf Jahren begann der damals gerade erst 18-Jährige mit der Entwicklung einer neuen Version der VR-Brille, weil er unzufrieden mit den bestehenden Möglichkeiten für Videospiele war. Der berühmte Spielentwickler und Mitgründer des Unternehmens id Software John Carmack wurde auf die VR-Brille aufmerksam und stellte sie 2012 auf der weltgrößten und wichtigsten Videospielmesse E3 in Los Angeles vor. Das war der Startschuss für die Oculus Rift. Im März 2014 kaufte Mark Zuckerberg Oculus VR für zwei Milliarden US-Dollar.

„Virtual Reality, ist die Möglichkeit alles zu erleben“ – Mark Zuckerberg

Die besten Gründe, warum der VR Hype in Zukunft anhalten wird

1.) Die VR Brille ist bezahlbar

Heute kriegt man eine Cardboard VR Brille schon ab ein paar Euros. Die robusteren Modelle sind etwas preiswerter, jedoch trotzdem noch um Welten günstiger, als die alten Modelle aus den 90ern. Die aktuelle Version der Samsung Gear VR Brille gibt es schon ab 99,00€.

2.) Die Vielfalt an Möglichkeiten

Virtual Reality ist heute nicht mehr nur der Spielindustrie vorbehalten, sondern findet mittlerweile auch Anwendung in Bereichen wie…

  • Medizin: Unerfahrene Ärzte haben die Möglichkeit virtuelle Operationen durchzuführen, um für den Ernstfall zu üben, ohne ein Menschenleben zu gefährden;
  • Therapie: Ängste und Phobien können mit Hilfe von VR bewältigt werden, in dem man den Patienten seine Ängste vor Augen führt;
  • Automobilbranche: Virtuelle Testfahrten und Fahrzeugbesichtigungen;
  • Marketing: Werbemaßnahme, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Und zukünftig wahrscheinlich auch in…

  • Tourismus: Virtuelle Reisen und Hotelbesichtigungen;
  • Journalismus: Direkte Nachrichtenerstattung in 360°-Ansicht;
  • Social Media: Sich über das Internet als Avatar in virtuellen Räumen mit seinen Freunden treffen;
  • Online-Handel: Virtuelle Einkaufsläden und Produktansichten.

3.) Das Medienangebot steigt rasant

Premiummarken produzieren gezielt VR-Content. GoPro ist einer der Vorreiter in der Produktion von atemberaubenden Inhalten. Es gibt bereits 360° Musikvideos, Tauchgänge, Autofahrten und vieles mehr zu genießen.

4.) Realistisch wie noch nie

Die Technologie wird immer weiter ausgebaut und ergänzt. Viele Entwickler arbeiten an Erweiterungen für die VR-Brille wie z.B. Ganzkörperanzüge mit Sensoren, die einem virtuelle Berührungen fühlen lassen oder auch sogenannte Laufställe, in denen man sich problemlos bewegen kann, ohne gegen irgendeinen Gegenstand zu laufen.

Wer noch nicht genug von Virtual Reality hat, kann sich dieses Video ansehen:

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